
J. Sibelius - Violinkonzert in d-Moll, op. 47
A. Bruckner - Sinfonie Nr. 7 in E-Dur, WAB 107
„Ewigkeit“ – der Titel dieses Konzertabends führt unmittelbar zu einer der großen Fragen menschlicher Existenz: Was liegt jenseits von Zeit und Vergänglichkeit?
Als Solistin ist Louisa Oppawsky zu erleben, eine junge Geigerin aus Heilbronn, die bereits durch ihre musikalische Ausdruckskraft und ihr vielversprechendes Talent auf sich aufmerksam macht. Die 2007 geborene Musikerin studiert seit 2025 im Bachelorstudium an der renommierten Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart bei Prof. Christine Busch, nachdem sie zuvor an den Musikhochschulen in Würzburg und Stuttgart ein Jungstudium absolviert hatte. Sie ist mehrfache Preisträgerin nationaler und internationaler Wettbewerbe, als Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben spielt sie eine Violine aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds, außerdem ist sie Stipendiatin der Benno-Kittel Stiftung. Konzertauftritte führten sie unter anderem als Solistin in die Stuttgarter Liederhalle oder mit dem Bundesjugendorchester in die Elbphilharmonie Hamburg, die Berliner Philharmonie oder den Wiener Musikverein. Mit ihrem vielversprechenden Talent begeistert sie mit technischer Souveränität, feinem Stilgefühl und außergewöhnlicher natürlicher Musikalität.
Im Zentrum des Abends steht Anton Bruckners Siebte Sinfonie E-Dur WAB 107, eines der bedeutendsten Werke der Spätromantik. Bruckner entfaltet darin eine Musik von außergewöhnlicher Weite und innerer Ruhe. Aus kleinen musikalischen Gedanken wachsen große Bögen und gewaltige Klangräume, die immer wieder von Momenten tiefer Sammlung durchbrochen werden. Zeit scheint in dieser Musik eine andere Dimension anzunehmen: Sie lädt dazu ein, innezuhalten, zuzuhören und sich ganz auf den Augenblick einzulassen.
Bruckners Siebte ist zugleich eine Musik des Übergangs – zwischen Endlichkeit und Ewigkeit, zwischen persönlicher Empfindung und einer Klangwelt, die weit über das Individuelle hinausweist. In ihren großen Steigerungen und stillen Momenten entfaltet sich eine besondere Spannung zwischen Vergänglichkeit und Hoffnung. Der Klang des Orchesters wird dabei selbst zum Ausdruck einer Suche: nach Halt, nach Trost und vielleicht nach etwas, das über das menschliche Leben hinaus Bestand hat.
Am Pult steht Patrick Giesel, Musikdirektor des Süddeutschen Sinfonieorchesters. Der gebürtige Stuttgarter studierte unter anderem bei dem legendären finnischen Dirigierpädagogen Jorma Panula, aus dessen Schule zahlreiche bedeutende Dirigenten unserer Zeit hervorgegangen sind. Künstlerische Impulse erhielt er zudem von Dan Ettinger, Daniel Barenboim und Jörg Widmann. Bereits im Alter von 19 Jahren dirigierte er sein erstes professionelles Konzert. Seither arbeitete er mit Orchestern in mehreren europäischen Ländern zusammen und überzeugt durch musikalische Energie und Ausdruckskraft.
Ein Konzertabend über die Grenzen des Endlichen, über Transzendenz und die Erfahrung von Ewigkeit – und über die Fähigkeit der Musik, einen Raum jenseits von Zeit und Vergänglichkeit zu öffnen.
Ermäßigung: Schüler, Studenten
Menschen mit Behinderung ab 80 % und eingetragene Begleitpersonen erhalten jeweils eine Ermäßigung. Bei Nachfragen oder Sonderwünschen kontaktieren Sie gerne info@sueddeutsches-sinfonieorchester.de
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