
M. Bruch - Violinkonzert Nr. 1 in g-Moll, op.26
A. Bruckner - Sinfonie Nr. 7 in E-Dur, WAB 107
Violine: n.n.
Dirigent: Patrick Giesel
Süddeutsches Sinfonieorchester
„Ewigkeit“ – der Titel dieses Konzertabends führt unmittelbar zu einer der großen Fragen menschlicher Existenz: Was liegt jenseits von Zeit und Vergänglichkeit?
Den Auftakt bildet Max Bruchs Violinkonzert g-Moll op. 26, eines der bekanntesten Werke der romantischen Konzertliteratur. Mit seinen weit gespannten Melodien, leidenschaftlichem Ausdruck und seiner innigen Klangsprache gehört es zu den großen Violinkonzerten des 19. Jahrhunderts. Die Violine steht dabei ganz im Zentrum – virtuos, gesanglich und unmittelbar im Ausdruck.
Im Zentrum des Abends steht Anton Bruckners Siebte Sinfonie E-Dur WAB 107, eines der bedeutendsten Werke der Spätromantik. Bruckner entfaltet darin eine Musik von außergewöhnlicher Weite und innerer Ruhe. Aus kleinen musikalischen Gedanken wachsen große Bögen und gewaltige Klangräume, die immer wieder von Momenten tiefer Sammlung durchbrochen werden. Zeit scheint in dieser Musik eine andere Dimension anzunehmen: Sie lädt dazu ein, innezuhalten, zuzuhören und sich ganz auf den Augenblick einzulassen.
Bruckners Siebte ist zugleich eine Musik des Übergangs – zwischen Endlichkeit und Ewigkeit, zwischen persönlicher Empfindung und einer Klangwelt, die weit über das Individuelle hinausweist. In ihren großen Steigerungen und stillen Momenten entfaltet sich eine besondere Spannung zwischen Vergänglichkeit und Hoffnung. Der Klang des Orchesters wird dabei selbst zum Ausdruck einer Suche: nach Halt, nach Trost und vielleicht nach etwas, das über das menschliche Leben hinaus Bestand hat.
Am Pult steht Patrick Giesel, Musikdirektor des Süddeutschen Sinfonieorchesters. Der gebürtige Stuttgarter studierte unter anderem bei dem legendären finnischen Dirigierpädagogen Jorma Panula, aus dessen Schule zahlreiche bedeutende Dirigenten unserer Zeit hervorgegangen sind. Künstlerische Impulse erhielt er zudem von Dan Ettinger, Daniel Barenboim und Jörg Widmann. Bereits im Alter von 19 Jahren dirigierte er sein erstes professionelles Konzert. Seither arbeitete er mit Orchestern in mehreren europäischen Ländern zusammen und überzeugt durch musikalische Energie und Ausdruckskraft.
Ein Konzertabend über die Grenzen des Endlichen, über Transzendenz und die Erfahrung von Ewigkeit – und über die Fähigkeit der Musik, einen Raum jenseits von Zeit und Vergänglichkeit zu öffnen.
Ermäßigung: Schüler, Studenten
Menschen mit Behinderung ab 80 % und eingetragene Begleitpersonen erhalten jeweils eine Ermäßigung. Bei Nachfragen oder Sonderwünschen kontaktieren Sie gerne info@sueddeutsches-sinfonieorchester.de
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